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Mi 27.12.2017 16:40

Errichtung eines Bestattungswaldes im Gemeindewald Marksuhl

Nach eingehender Beratung hat der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am 07.09.2017 einstimmig über die Errichtung eines Bestattungswaldes auf den Grundstücken des Gemeindewaldes Flurstücke 1302/4, 1302/5, 1302/6, 1303, 1304, 1184 und 2063/2 in der Flur 16 der Gemarkung Marksuhl, beschlossen. Die Untere Naturschutzbehörde hat den geplanten Bestattungswald besichtigt und Anregungen zu Art und Umfang des naturschutzfachlichen Eingriffsausgleichs geäußert. Am 08.11.2017 hat das Ordnungsamt im Landratsamt den geplanten Bestattungswald besichtigt und insbesondere Bedenken und Anregungen zu den Konflikten aus bestattungs-, wald- und jagdrechtlichen Regelungen geäußert.

Ein Bestattungswald ist ein befriedeter Bezirk, in dem die Jagd ruht. Gleichzeitig ist ein Bestattungswald auch ein frei zugänglicher Wald, der jagdlich bewirtschaftet werden muss, um die gesetzlich geregelten Waldfunktionen zu erhalten. Der geplante Bestattungswald befindet sich innerhalb des Eigenjagdbezirks "Birkenkopf" der Gemeinde Marksuhl, welcher mit einer Gesamtfläche von 112,8985 ha als Hochwildjagd gesondert verpachtet ist. Eigenjagdbezirke müssen mindestens eine Fläche von 75 ha arrondiert enthalten. Durch die Befriedung eines wesentlichen Teils des Eigenjagdbezirkes entfällt automatisch dessen Eigenständigkeit. Die nicht befriedeten Teilflächen des Gemeindewalds werden zur weiteren jagdlichen Nutzung an den benachbarten Gemeinschaftsjagdbezirk anzugliedern sein. Dadurch werden die bei der Jagdverpachtung und -ausübung denkbaren Konflikte an der Wald-Feld-Grenze wesentlich verringert.

Der Beratung des Gemeinderates am 07.09.2017 lagen drei Gestaltungsvarianten für die Ausdehnung des Bestattungswaldes zugrunde. Der Gemeinderat hat zunächst beschlossen, für die weitere Planung die flächenmäßig größte Variante 1 zugrunde zu legen. Nunmehr wurde vorgeschlagen, die dritte Variante mit einer Fläche von ca. 38,4 ha (kleinste Variante) für den Bestattungswald zu wählen. Durch die Verringerung der beplanten Fläche auf ca. 38,4 ha werden die Konflikte aus der Anwendung von wald- und jagdrechtlichen Regeln weitgehend beseitigt.

Nach eingehender Beratung wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen:
Der Antrag auf Genehmigung eines Bestattungswaldes der Gemeinde Marksuhl wird geändert und bezieht sich nur noch auf die Grundstücke in der Flur 16 der Gemarkung Marksuhl, Flurstücke 1302/4 (teilweise, ca. 16,9 ha), 1302/5, 1304 und 2063/2. Die beplante Fläche wird auf ca. 38,4 ha verringert.