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Mo 14.08.2017 12:03

Aufweitung einer Eisenbahnüberführung

Auf Antrag der Gemeinde Marksuhl befasst sich das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) Meiningen seit dem Jahr 2016 mit der Vorbereitung eines Flurbereinigungsverfahrens für das Suhltal zwischen Ettenhausen/S. und Marksuhl.

Lage und Bemessung der bestehenden Bahnüberführungen über Feldwege und klassifizierte Straßen (K 9, L 1023) behindern den zur Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzflächen im Untersuchungsgebiet notwendigen landwirt-schaftlichen Verkehr außerordentlich. Betroffen sind die LPG-Rechtsnachfolger Agrargenossenschaft Moorgrund, Wartburgland-Agrargenossenschaft Marksuhl sowie der Haupterwerbslandwirt Jens Abe aus Burkhardtroda.

Der Konflikt könnte durch Wiederherrichtung eines zur DDR-Zeit in Burkhardtroda beseitigten schienengleichen Bahnübergangs und Wegebaumaßnahmen gelöst werden. Die Aufweitung der bestehenden Eisenbahnüberführung über den Feldweg zwischen Burkhardtroda und Lindigshof auf eine lichte Höhe von 4,50 Metern und eine Durchgangsbreite von ca. 5 Metern wäre ebenfalls eine geeignete Lösung.

Der Sachverhalt wurde vom ALF und der Gemeinde Marksuhl mit der Deutschen Bahn Netz AG, Regionalnetz TST, in Erfurt im Mai 2017 erörtert. Danach ist eine Aus-nahmegenehmigung des Bundesverkehrsministeriums Voraussetzung für die Wiederherstellung eines schienengleichen Bahnübergangs. Die Kosten der Herstellung eines schienengleichen Bahnübergangs in Höhe von ca. 500.000 € würden von der Gemeinde als Baulastträgerin des kreuzenden Weges vollständig zu tragen sein.

Die DB Netz AG plant selbst die Sanierung der abgenutzten Bahnüberführung über den Feldweg Burkhardtroda-Lindigshof im Zeitraum bis 2023. Auf entsprechenden Antrag (sogenanntes "Aufweitungsverlangen") der Gemeinde Marksuhl als Baulastträgerin des landwirtschaftlichen Wirtschaftswegs zwischen Burkhardtroda und Lindigshof ist die DB Netz AG bereit, bei der ohnehin bis zum Jahr 2023 an-stehenden Sanierung des Eisenbahnüberganges die Vergrößerung des Querschnitts zu planen und zu bauen. Die von der Gemeinde zu tragenden Mehrkosten wurden in der Beratung am 30.05.2017 grob geschätzt mit ca. 250.000 € angegeben. Das ALF Meiningen schätzt ein, dieser Mehraufwand sei im Rahmen der Teilflurbereinigung förderfähig. Bei den derzeit geltenden Fördersätzen würde die Gemeinde Marksuhl lediglich 50.000 € Eigenanteil für die Aufweitung aufzubringen haben.

Der Antrag auf Aufweitung sollte alsbald gestellt werden, damit die Deutsche Bahn AG die Beteiligung der Gemeinde bei ihren Planungen berücksichtigen kann.

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde Marksuhl an die Deutsche Bahn AG Antrag auf Aufweitung des Bahnübergangs über den Feldweg zwischen Burkhardtroda und Lindigshof auf eine Breite von ca. 5 Metern und einer lichten Höhe von mindestens 4,50 Metern, Ausbau im Kastenprofil stellt.