Aktuelles

Mo 24.08.2009 10:18

Prüfung der Standsicherheit von Grabmalen auf den Friedhöfen

Für die Sicherheit auf den Friedhöfen ist die Gemeinde verantwortlich. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht müssen besonders die Grabmale regelmäßigen Kontrollen unterzogen werden, um potentielle Gefahren durch das Umfallen von Grabsteinen auszuschließen.
Die Grabnutzungsberechtigten tragen die Verantwortung für die Erhaltung der Standsicherheit ihres Grabmals und haften für jeden Schaden, der durch nicht verkehrssichere Grabmale oder sonstige Grabausstattung verursacht wird.

Die Kontrolle der Standsicherheit der Grabmale ist auf den Friedhöfen in Marksuhl und den Ortsteilen, Burkhardtroda, Eckardtshausen und Förtha
in der Woche vom 07.09.2009 - 11.09.2009 vorgesehen. Bei Regenwetter wird die Prüfung auf einen neuen Termin verlegt.

Die Prüfung wird von einer Fachkraft für Arbeitssicherheit durchgeführt. Dabei wird ein von der Gartenbau-Berufsgenossenschaft anerkanntes Verfahren angewendet. Die Durchführung der Prüfung erfolgt mit einem Prüfgerät (Kipp-Tester) mit der Gebrauchslast von 300 N an der Oberkante des Grabmals ab einer Höhe von über 0,50 m, jedoch bis maximal 1,20 m über Fundamentoberkante. Die Prüflast wird nicht ruckartig - keine "Rüttelprobe"! - aufgebracht, sondern wird kontinuierlich bis zur definierten Prüflast in einem Zeitraum von mehr als 2 Sekunden gesteigert. Hierdurch werden willkürliche Zerstörungen unterbunden. Die Prüfrichtung kann grundsätzlich nicht festgelegt werden und muss vor Ort in Abhängigkeit vom baulichen Zustand und den Abmessungen des Grabmals entschieden werden. So ist in der Regel zur Überprüfung der Standsicherheit des Fundamentes eine Prüfung von der Rückseite und der des Dübels von der Vorderseite zweckmäßig. Teile kleiner gleich 0,50 m und aufgesetzter Teile über 1,20 m jeweils ab OK Fundament gemessen werden optisch und von Hand auf ihre Sicherheit geprüft. Schrifttafeln (Platten), an Grabsteinen oder auf Konsolen befestigt, werden ebenfalls optisch und von Hand geprüft. Die Handprüfung mit der vorgegebenen Prüflast ist erlaubt. Der Prüfablauf wird dokumentiert. Beanstandete Gräber werden eindeutig benannt. Der Prüfablauf (z.B. Prüfer, Prüfhöhe, Prüfrichtung usw.) und die Gründe der Beanstandung werden in Schriftform festgehal-ten.

Alle Grabnutzungsberechtigten haben die Möglichkeit, bis zur Durchführung der Kontrolle durch die Gemeinde selbst die Standsicherheit der Grabsteine zu prüfen und diese ggf. fachgerecht wiederherzustellen. Grabmale sind so zu fun-damentieren und zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher sind und beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können.

Stellt sich bei der Überprüfung heraus, dass sich das Grabmal gelockert hat, wackelt oder aufgrund von Setzungserscheinungen nicht mehr standsicher ist, muss es um Unfälle zu vermeiden gesichert oder fachgerecht umgelegt werden. Wird ein Grabstein umgelegt, werden die Grabnutzungsberechtigten durch die Gemeinde schriftlich darüber informiert und zur kurzfristigen Beseitigung der Gefahr aufgefordert. Besteht keine akute Gefahr, dass der Grabstein umfällt, wird auf dem Stein ein Aufkleber mit einem Hinweis aufgebracht. Dort, wo ein Aufkleber angebracht wird, sind die Grabnutzungsberechtigten verpflichtet, die Standsicherheit des Steins wieder herzustellen. Die Beauftragung eines Fachun-ternehmens wird empfohlen.

gez. Trostmann
Bürgermeister